Garfagnana
Die Garfagnana ist eine Region in der Provinz von Lucca zwischen den Apuanischen Alpen und dem Appennino. Sie grenzt an die Lunigiana und wird durch den Fluss Serchio durchquert. Das wichtigste Zentrum ist Castelnuovo di Garfagnana. Die Garfagnana ist reich an Wäldern und bietet eine große Vielfalt an Landschaften, angefangen von unzugänglichen und unberührten Berggebieten, bishin zu sanften Hügellandschaften im Süden. Das Gebiet schmiegt sich malerisch zwischen das obere und mittlere Tal des Flusses Serchio, die Apuanischen Alpen im Westen und den Apenninen im Osten und verzaubert seine Besucher mit einer Landschaft von außergewöhnlicher Schönheit.
Wälder, Schlösser und mittelalterliche Dörfer sind schlüssige Beweise für eine jahrtausendalte Kultur, die auch heute noch in den lokalen Sitten und Gebräuchen weiterlebt. Bei der Entdeckung des immer noch intakten natürlichen Erbes, wandelt man auf den Pfaden, denen einst Pilger und Heilige, Wanderimker und Armeen folgten.
Von der Talsohle aus, dringt man in eine unberührte Wildnis mit schattigen Schluchten und Tälern bis zu den felsigen und schroffen Gipfeln der Apuanischen Alpen oder den welligen mit Rasen bedeckten Bergkette der Apenninen vor.
Die Garfagnana ist ein Land, wo die Einheimischen ihren Gästen mit unverfälschter Gastfreundschaft begegnen und sie stets mit einem üppig gedeckten Tisch reich an lokalen Produkten und Köstlichkeiten überraschen. Hier in dieser bilderbuchartigen Naturlandschaft ist es leicht, sich in den Emotionen aus tausend Farben, Geschmäckern und Gerüchen zu verlieren.
Castelnuovo Garfagnana
In Castelnuovo Garfagnana weilte einst der Dichter Ludovico Ariosto in der Eigenschaft als Gouverneur von Garfagnana. Trotz der Bombardierungen des Zweiten Weltkrieges ist die Festung Ariostesca, dessen Fundamente aus dem zwölften Jahrhundert stammen, erhalten geblieben. Die Struktur vereint in sich auch viele Elemente der Renaissance und beherbergt heute wertvolle Sammlungen der Garfagnana aus der Bronzezeit. Sehenswert ist auch der Dom, der den Heiligen Peter und Paul geweiht ist. Besonders eindrucksvoll ist ein abendlicher Spaziergang entlang der antiken Stadtmauern des Dorfes.
Pieve Fosciana
Das uralte Dorf besticht durch sein historisches Zentrum und beheimatet die bedeutende romanischen Kirche San Giovanni Battista aus dem Jahr 1000 (wahrscheinlich die älteste Kirche in der Garfagnana). Einen Besuch wert ist auch der nahegelegene See Pra’ di Lama, der im Volksmund auch einfach ” del bagno” (Bad) genannt wird.
Vagli di Sotto und Vagli di Sopra
Beide Dörfer bewahren die charakteristischen Merkmale des antiken und mittelalterlichen städtischen Gefüges. Sie werden beide von einigen Kirchen geschmückt. Sehr beeindruckend ist der malerische See, der sich durch den Bau eines massiven Damms gebildet hat. Er wird in regelmäßigen Abständen geleert und es kommt dann eine antike Siedlung zum Vorschein, die unter dem See liegt.
Borgo a Mozzano
Das antike Dorf wird von dem Kloster des Heiligen Franziskus überragt. Borgo a Mozzano besitzt eine lange Reihe an historischen Gebäuden. Hervorzuheben sind hierbei der Palazzo del Vicario, dem heutigen Rathaus und die Paläste Roncini, Santini und Pellegrini. Symbol des Dorfes ist die Ponte della Maddalena oder auch Ponte del Diavolo (Teufelsbrücke) genannt. Ihr Erbauungsdatum ist im Laufe des 11. Jahrhunderts anzusetzen.
Bagni di Lucca
Dieser anmutige Ort gliedert sich in mehrere Teile, die sich entlang dem Lauf des Lima erstrecken und verdankt seine Bekanntheit den Thermalquellen, die schon im 11. Jahrhundert bekannt waren. Der Ort ist aber nicht nur dank seiner Thermalquellen, sondern auch wegen seiner Umgebung aus üppigem Grün und den prachtvollen Villen im typischen Luccheser Stil, die sich in voller Harmonie in die herrliche Landschaft einschmiegen, beliebt.
